Tagesablauf im Waldkindergarten Schöppenstedt „Burgtalzwerge“



Jeden Morgen von Montag bis Freitag treffen sich 15 Waldkindergartenkinder mit ihren beiden Erzieherinnen am Waldrand. Gemeinsam wird überlegt, wo der heutige Tag verbracht werden soll, beim Piratenschiff oder bei den Kopfhainbuchen, beim Hühnerstall oder Sonnenplatz....? Jedes Kind darf seinen Wunsch äußern und wird berücksichtigt, wenn nicht heute, dann morgen oder übermorgen.

In unserem Handwagen ist alles verstaut, was an diesem Tag benötigt wird; Sparschäler und Schnitzmesser, Werkzeug, Seile oder Malsachen, Lupen und Bestimmungsbücher, natürlich auch der Erste Hilfekoffer und Ersatzkleidung.

Auf dem Weg begegnen wir immer wieder „Wartebäumen“ im Wald, die mit roten Bändern gekennzeichnet sind. So können einige Kinder schnell laufen, andere entdecken unterwegs kleine Tiere oder Pflanzen, oder andere haben sich ganz viel zu erzählen und benötigen aus diesem Grund mehr Zeit. Erst wenn alle am Wartebaum da sind, geht es weiter.

Am Spielort angekommen, haben die Kinder Zeit für ihr freies Spiel, in kleinen Gruppen oder auch allein, bis die Flöte zum Morgenkreis und anschließendem Frühstück ruft.
Im Morgenkreis begrüßen sich alle, hier wird gesungen und gespielt, werden auch wichtige Dinge besprochen und so manche Entdeckungen von Tieren und Pflanzen mitgeteilt und gezeigt.
Gut gestärkt kann wieder gespielt werden.

Je nach Thema und Jahreszeit haben die Erzieherinnen Angebote vorbereitet, vielleicht wird gebastelt oder gewerkt, vielleicht wird eine Seilbrücke oder Schaukel aufgebaut. Es gibt immer wieder Tolles und Spannendes zu entdecken und zu erleben.

Jeden Donnerstag kommt eine Musiklehrerin zur Musikstunde in den Wald. Musiziert wird mit Stöckchen, Steinen, Zapfen und anderen „Waldinstrumenten“. Gemeinsam wird getanzt, gespielt und gesungen.

Den Kindern gefällt es, den ganzen Tag draußen im Wald zu sein, zu beobachten, zu entdecken, zu erleben, wie sich durch Sonne, Wind, Regen, Nebel, Eis und Schnee alles verändern kann,
Manchmal ist es richtig gut, dass es den Bauwagen gibt, man sich dort bei Kälte aufwärmen kann. Aber nach kurzer Zeit geht es wieder raus ins Freie.

Mittags ruft die Flöte zur Geschichtenzeit. Jeden Tag wird für alle eine Geschichte erzählt. Dazu wird eine kleine Landschaft aufgebaut. Mit Figuren und Tieren wird die Handlung gespielt, so dass ein kleines Waldtheater entsteht, bei dem jeweils ein Kind mitspielen kann.

Im Abschlusskreis wird noch einmal auf den vergangenen Tag geschaut, was war besonders schön? Was wollen wir morgen besser machen?
Nach einem Abschiedslied gehen alle zum Parkplatz zurück, wo schon die Eltern warten und ihre Kinder in Empfang nehmen.